Altersgerechtes- bzw. betreutes Wohnen in Seifhennersdorf – Wie weiter ?

Autor: Dr. Hartmut Jentsch

Altersgerechtes- bzw. betreutes Wohnen in Seifhennersdorf – Wie weiter ?

Das ist die brennende Frage. Am 3. März war die Interessengemeinschaft „ Lebendiges Seifhennersdorf“ in einer Veranstaltung mit Experten zum Fazit gekommen, dass die Studie der KEM, für die die Stadt zwischen 28.000 bis 30.000 EUR zahlt, gravierende Mängel aufweist. So wurden u.a. der Baugrund und die Medienlage auf dem möglichen Baugelände ungenügend berücksichtigt. Diese Umstände treiben aber die Kosten in die Höhe und gestalten die Finanzierung noch schwieriger.

Aus diesem und anderen Gründen, die auf dieser Seite unter Soziales „Weitermachen- aber wie?“ (29.03.2015) http://lebendiges-seifhennersdorf.de/?p=901 nachzulesen sind, setzt sich die Interessengemeinschaft für Alternativen ein, die dem tatsächlichen Bedarf entsprechen und finanzierbar sind. Vorgeschlagen wurde deshalb eine Arbeitsberatung zur Diskussion von Varianten. Dieser Idee folgte der Stadtrat mit der Beschlussvorlage 38/2015. Die Beratung sollt laut Beschluss bis spätestens 27. Kalenderwoche von der Bürgermeisterin anberaumt werden. Das erfolgte nicht! Ein später angesetzter Termin war in der Sommerpause nicht machbar und bis heute sind keine Einladungen zur Beratung ausgesprochen worden.

Dafür wurde in der Stadtratssitzung am 20. August der Brei der Machbarkeitsstudie der KEM noch einmal aufgewärmt ohne neue Zutaten, die das Ganze genießbar gemacht hätten. Und die bekannten Mängel waren auch nicht raus gefiltert. Dagegen wird mit Mieteinnahmen für eine 2. Arztpraxis spekuliert für die es noch gar keinen Mieter gibt.

Wie nun weiter ?

Die Interessengemeinschaft „Lebendiges Seifhennersdorf“ setzt sich konsequent für die Prüfung von Alternativen ein, beteiligt sich nach weislich seit Ende März an der Suche nach Investoren und ist strikt gegen eine Kreditaufnahme von über 4 Millionen EUR für 26 Wohnungen, 2 Arztpraxen und eine Sozialstation, die Soziales und Kultur im Ort stark beeinträchtigen würde.

Dazu sei noch festgehalten: Wir wollen, dass die Einwohnerinnen und Einwohner wissen, wie es um die Finanzen der Stadt bestellt ist und ob und wann eine Kreditaufnahme droht um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Generell sind wir gegen widersprüchliche Aussagen zur Haushaltslage, wie sie in den Artikeln der Bürgermeisterin in den Seifhennersdorfer Mitteilungen verkündet werden. Mal ist die Haushaltlage ausgezeichnet (Januar 2015,S.2),mal ist sie angespannt ( April 2015,S.1). Und dann steht in der SZ vom 29./30. August, dass die Finanzierung der freiwilligen Aufgaben immer schwieriger wird. Gemeint sind hier die Zuschüsse für Jung und Alt, für die Vereine, den Silberteich und vieles mehr. Aber 100.000 EUR jährlich für Tilgung und Zinsen bei nicht belegter Refinanzierung sollen aufgebracht werden.

Das verstehe, wer es kann.

 

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