Asbest ist raus – wie nun weiter?

Wenn es nach den mehrheitlich gefassten Beschlüssen des Stadtrates(BV 18/2013 vom Frühjahr 2013 – Komplettabriss – mit Dominanz der UBS im Stadtrat und BV 18/2014 vom Frühjahr 2014 – (Vergabe Abriss an Baufirma) geht,

dann ist die Brandruine in ca. 4 Wochen Geschichte.

Wenn es nach den Abrissgegner geht, dann bezahlt die Stadt den Abriss des ehemaligen Kinosaals und die Asbestbeseitigung und die Abrissgegner übernehmen den Rest des Kopfgebäudes für 1 EUR. Für 271.000 EUR errichten sie dann in 2 Jahren ein sozio-kulturelles Zentrum für Seifhennersdorf. Darin gibt es dann nach ihrem Konzept einen Raum für Vorträge und Podiumsdiskussionen, eine Bibliothek, in der man bis Mitternacht lesen, aber keine Bücher ausleihen kann, ein Kino für 50 Plätze, eine Wächterwohnung und einen Kiosk. Dem sollten die Einwohner in einem Bürgerbegehren zu stimmen. Bis jetzt ist es rechtlich unzulässig. Aber damit geben sie sich noch nicht ab.

Verständnis dafür ?

5 Antworten

  1. Manuela Weber sagt:

    Hallo, ich habe den Beitrag gelesen und möchte mich kurz dazu äußern.

    Da ich als Kind und Jugendliche sehr viel Zeit in Seifhennersdorf (besonders auch im Kino) verbracht habe, wäre ich persönlich dafür das wenigstens das Kopfgebäude erhalten bleiben sollte. Ich verbinde mit dem Kino sehr viele schöne Erinnerungen und ich denke das es auch für Seifhennersdorf und seine Touristen eine Bereicherung wäre wenn das Gebäude wieder saniert würde.
    Da ich noch oft in Seifhennersdorf bin (mein Vater, mein Bruder und jetzt auch wieder mein Sohn wohnt dort) wäre ich ganz bestimmt auch wieder öfter einmal im Kino.

    Ich sage ganz klar JA zum Erhalt des Gebäudes!

    Viele Grüße
    M. Weber

  2. Toralf Böttner sagt:

    Wenn als Gegenvorschlag nur der Abriss des Gebäudes steht, ein ja zum Erhalt des Kopfgebäudes. Vorausgesetzt die Finanzierung der Sanierung ist gesichert.

  3. OLaf Forker sagt:

    Schrecklich, was dem Kino 1996 passiert ist.
    Schlimmer noch der Zeitraum nach dem Brand bis jetzt, weil viele nur geredet haben und keiner
    was getan hat.
    Ein kleines Stück Dachrinne für ein paar Mark hätte Wunder bewirkt.
    Und so steht das einzigste in Seifhennersdorf existierende Arbeiterdenkmal einsam,
    verlassen, tod und wartet auf seinen Gnadenstoß.
    Ich habe leider erst im Januar beim Einbau unserer neuen Schaufenster von dem Abriss erfahren
    und bin in den gerade mal 2 Monaten zu wohl größtem Abrissgegner mutiert, allein aus dem Grund,
    weil ich mein Leben damit verbracht habe, längst tod gesagte Ruinen zu sanieren oder mit
    wieder zu errichten, von denen lediglich Fragmente der Grundmauern vorhanden waren.
    Das Wort Abriss sollte nie in meinem Sprachschatz existieren, den es ist die Zerstörung dessen,
    wofür andere Herzblut und Schweiss gegeben haben.
    Und so habe ich mich auch für unser Kino stark gemacht, und habe der Stadt gegenüber erklärt,
    das Gebäude ehrenamtlich mit freiwilligen Helfern wieder aufzubauen.
    Alles, was wir brauchen, ist der Segen und das Vertrauen unserer Stadträte.
    Fördermittel sind zugesagt, Spenden stehen zum Abruf bereit und ein Konzept, anders als oben beschrieben, steht auch.
    Unser Haus sah vor zwei Jahren im Inneren schlimmer aus, als das Kopfgebäude des Kinos und
    auch Sie, liebe Frau Cieslak haben gesehen, was ich draus gemacht habe und haben auch
    gesagt, nicht wir hätten unser Haus gefunden, sondern das Haus hat mich gefunden.
    Geben Sie das Kino in meine schützenden Hände und etwas Zeit. Unsere Kinder und Enkel werden es uns danken.

  4. schuster sagt:

    Reisst die Bude endlich ab und steckt das Geld lieber in’s Karli-Haus, sonst kann der Abrissbagger gleich noch die paar Meter hinter rollen, wenn da ne endlich was passiert. Seifhennersdorf hat sich in der Öffentlichkeit schon lächerlich genug gemacht wegen dem Kino. Eine Rettung kommt mind. 10 Jahre zu spät, sollte endlich och mal die Winkler-Mafia einsehen.

  5. Dr. Jentsch sagt:

    Vom Förderverein Kino Seifhennersdorf i. G. hat sich nach den 6 bekannten Personen nun ein neues Mitglied gemeldet. Offensichtlich hat er die Meinung von Herrn Wrba auf Facebook noch nicht erfasst, der schrieb „Welcher Verein gründet sich erst nach einem Zuspruch, entweder man hat Finanzen oder nur Träume!“.
    Was hat er nun Neues zu verkünden?
    „Schrecklich, was dem Kino 1996 passiert ist“. Sollte damit der Brand gemeint sein, so war der am 15.Juni 1998. Jetzt will er das Kino mit ehrenamtlichen Helfern wiederaufbauen. Dafür hat er Fördermittel, Spenden und ein neues Konzept. Einen Fördermittelbescheid, eine Bankbürgschaft und ein stimmiges Konzept hat er nicht präsentiert, weder im Stadtrat noch hier. Das alles habe ich schon zur Genüge in der Versammlung am 27.10.2015 gehört und danach im verspätet eingetroffenen Schreiben des FV gelesen. Deshalb erklärte ich auch der SZ (26.11.2015, S.19) und in einem Schreiben dem FV, warum es mit mir keine zweite Diskussionsrunde geben wird.
    Wer der Stadt die Kosten für die Asbestbeseitigung und die Abrissverzögerung, wie auch die Kosten für den Erwerb der Ruine bezahlt, davon ist beim FV nichts zu hören und mit einem Euro wird da auch nichts zu machen sein.
    Nach Angaben des Vereins braucht es für den Wiederaufbau des Kopfgebäudes 271.000 EUR, nach Bausachverständigen 1,1 Millionen.
    Was die Nutzung angeht, so verweise ich erneut auf das Karlihaus . In den Seifennersdorfer Mitteilungen März 2016 S.13 stellte Herr Radach eine Idee dafür vor. Selbst einer der größten Abrissgegner stimmt mir in einem Gespräch zu, dass wahrscheinlich mehr Seifhennersdorfer eine emotionale Bindung zum Karlihaus als zum Kino haben. Sanierungsbedarf ist im Karlihaus reichlich gegeben und ehrenamtliches Engagement wäre hier sicherlich von Nutzen, da der Stadt der Haushalt 2016 nicht genehmigt und von ihr bis 30.06.2016 ein Sparprogramm abverlangt wird. Geschieht da nichts, dann kann es passieren, wie Herr Schuster hier schrieb, dass der Abrissbagger noch ein paar Meter weiter rollen kann.
    Dem neuen Mitglied des Fördervereins kann ich nur wünschen, dass er sein „Kaffee“ bald einrichten und viele Jahre erfolgreich betreiben kann.
    Dr.Hartmut Jentsch

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