Seniorenclub gerettet?

Seniorenclub gerettet?

von Dr. Hartmut Jentsch

In der Stadtratssitzung am 21. Juli 2016 konnte oder wollte die Bürgermeisterin, Frau Berndt, zwei Fragen nicht beantworten. Die erste lautete: Wieso teilten sie der SZ eine Besichtigung des Gebäudes auf der Grundlage eines Stadtratsbeschlusses mit (SZ 19.07.2016, S.16), wenn die Besichtigung am 2. Juni war und der Stadtratsbeschluss vom 16. Juni 2016 ist.

Mit Verweis auf die von ihr eingereichte und unterschriebene Beschlussvorlage 74/2016, in der der Verkauf der Immobilie Weißeweg 15 über einen Makler vorgesehen war, erging die zweite Frage: Warum verkünden sie einmal schriftlich und zweimal mündlich „ich will den Seniorenclub nicht verkaufen“.

Mit Blick auf die Bürgermeisterwahlen und die möglichen Reaktionen der Senioren, kann sich jeder selbst ein Urteil bilden, warum es Ausflüchte und keine klaren Antworten gab.

Zwischenzeitlich habe ich von der Rechtsaufsicht, die verbindliche Auskunft erhalten, dass die Stadt wegen des bis 23.10.2020 gültigen Nutzungs- und Betreibervertrages ohne Zustimmung des Vorstandes des Weißewegclubs die Immobilie nicht verkaufen kann. Das habe ich auch im Stadtrat kundgetan. Die Position des Vorstandes ist bekannt, er wird einem Verkauf nicht zustimmen. Damit ist der Seniorenclub bis 2020 gerettet.

Endgültig ist das aber erst, wenn die Bürgermeisterin offiziell erklärt, dass die Stadt vom Verkaufsangebot, dass noch immer im Rathaus aushängt und im Beschluss 74/2016 verankert ist, zurücktritt.

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