Einladung zu den Ausstellungen von und über Peter Israel

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Einladung zu den Ausstellungen von und über Peter Israel

Am 17.03.2016 starb der bekannte Neugersdorfer Grafiker Peter Israel

Die Oberlausitz hat mit ihm einen Freund verloren.  Er  bewunderte das Potential unserer Region und er litt mit unseren Verlusten.

Als eine seiner ersten Arbeiten nach der Hochschulausbildung übernahm er die Umschlaggestaltung von der „Seifhennersdorfer Information“.

Im Jahre 1977 erwartete man eigentlich eine geballte Arbeiterfaust, wehende Fahnen und eine aufgehende Sonne.

Ganz anders  Peter Israel. Für ihn war Seifhennersdorf die malerisch gruppierten Häuser, Umgebindehäuser, es waren die vielen Bäume, es waren die Blumen auf dem Feld und in der Flur. (Wer kann sich heute noch an die weiten satten Himmelschlüsselwiesen erinnern?)  Es waren  der Gartenzaun vom Ohmannweg 21, das Portal von Bulnheim und das fossile Blatt vom Bergwerk.  Und ein Fisch, der in uns die Hoffnung  auf ein Leben in der Mandau, dem Leutersdorfer Wasser, im Waldfluss und der Kaltbach und den vielen, vielen  Teichen wachhielt. Was für ein Mut!

(Ich möchte hier an die stinkenden Kloaken erinnern, die wir damals als unsere Mandau, als unser Leutersdorfer Wasser aber auch als Waldfluss bezeichnen mussten)

 

Peter Israel war Grafiker. Die Linie war sein Alphabet. Souverän komponierte er mit ihr, er gestaltete Flächen,  Tiere und Pflanzen mit ihnen, seine Bilder haben eine eigenartige, faszinierende  Spannung. Manchmal auch benutzte er Applikationen und oft kombinierte er beides.

Seine Kunst war geheimnisvoll, der Zugang verschlüsselt. Die heutige Welt in ihrer Banalität und mit  ihren platten, vordergründigen Bildern war ihm zutiefst zuwider.

Er blieb unverstanden. Man fühlte, man ahnte wohl  seine  Absichten und  Aussagen. Aber nicht jeder  verstand die tiefe Symbolik seiner  Arrangements von Linien, Formen und Applikationen.

 

Die Ausstellung  zum „Umgebinde in der Malerei und Grafik der letzten 200 Jahre“ wird nun

 

am Tag der Oberlausitz, am 21.08.2016 gezeigt.

 

Israel hat aus Museen, Galerien und aus  Privatsammlungen  Darstellungen (natürlich nur als Kopien) von 46 Künstlern zusammengetragen. Alle Künstler hat er mit ihrem Lebenslauf charakterisiert. Wir erleben Kaspar David Friedrich, aber auch Käthe Kollwitz, Adolph Menzel und natürlich Max Langer, Siegfried Schreiber und andere.

Eine einmalige Arbeit!

 

Und natürlich ist für Israel selbst auch Platz gegeben. Einiges aus seinem Schaffen ist ausgestellt und wird entsprechend gewürdigt. Eine kleine Personalausstellung.

 

Der Bulnheimverein Seifhennersdorf lädt dazu am 21.08.2016 in die Kulturscheune, Seifhennersdorf, Rumburger Str. 46A ein. Die Eröffnung erfolgt 14,00 Uhr. Eingang bei der  Nordstr.23.,

Parkplatz neben Museum, Nordstr.21

 

Es grüßt

der Traditionshof Bulnheim e.V.

Jürgen Cieslak

 

 

Wir danken Frau Christine Israel für Ihre selbstlose Unterstützung.

Wir danken  Esther Kemter und Uli Schreiber für die das Zusammen- und Ausstellen der Exponate.

Und den Freunden Herrling, Fischer und Cieslak für den Aufbau der „Umgebindeausstellung“

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