Lebendiges Seifhennersdorf wird fortgeführt

2017.12.16 Fassade Süd (3)

Trotz „Nachrufen“ aktiv – Totgesagte leben länger

 

In der Dezemberausgabe der Seifhennersdorfer Mitteilungen ist auf Seite 17 ein „Nachruf“ auf unsere Initiative Lebendiges Seifhennersdorf abgedruckt. Es ist schade, dass der Autor oder die Autorin ungenannt bleiben möchte, wir werden aber dennoch darauf antworten, zumal Teile des Artikels durchaus zutreffend sind und nur in den richtigen Zusammenhang gestellt werden sollten.

 

Korrekt ist, dass in 2013 eine Initiative gegründet wurde, mit dem Ziel, „neuen Wind“ in den Ort zu bringen. Dies findet ja auch der Autor oder die Autorin „toll“. Falsch ist die Darstellung, dass dies zum Ziel hatte, die Bürgermeisterwahl zu beeinflussen. Es war und ist beabsichtigt, neue Ideen einzubringen und zusätzliche Impulse zu schaffen, ja vielleicht auch hier und da in Zusammenarbeit mit der Stadtratsfraktion der CDU, der ein Teil der Gründungsmitglieder der Initiative angehören. Und engagierten Bürgern eine Plattform zu schaffen, die unsere Stadt und unsere Bürger noch weiter voran bringt, und zwar zusammen mit allen anderen daran interessierten Kräften. Ferner richtig ist, dass die Aktivitäten der Interessensgemeinschaft in letzter Zeit zurückgegangen sind. Dies hat aber nichts mit einem Wahlausgang zu tun. Vielmehr hat dies pragmatische Gründe. Die nicht unerhebliche Arbeit wurde im Wesentlichen von Brigitte Röthig und mir geleistet. Wir sind im Moment beide aus objektiven Gründen gehindert, unsere aktive Arbeit in der Initiative in dieser Form fortzusetzen. Frau Röthig ist aus Seifhennersdorf weggezogen, ich bin neben meiner normalen Arbeit als verantwortliche Architektin mit der Umsetzung des Projektes altersgerechtes Wohnen im Grenzlandhaus mehr als ausgelastet.

 

Die Kritik im o.g. Artikel wurde konstruktiv zur Kenntnis genommen. Unsere Initiative hat sicherlich einiges bewegt und die Teilnahme von vielen Bürgern hat auch gezeigt, dass es in Seifhennersdorf möglich ist, konkretes und konstruktives Handeln zu fördern. Die Ergebnisse mögen im Gegensatz zu anonymen Sarkasmus für sich sprechen. Die Belebung eines denkmalgeschützen Hauses im Zentrum unserer Stadt, dem ein seniorengerechtes Wohnen folgen wird, sowie die Förderung von Projekten im Infrastrukturbereich sollen als konkretes Beispiel gelten.

 

Aufgenommen wird die Kritik, dass es um die Interessensgemeinschaft Lebendiges Seifhennersdorf zu ruhig geworden ist. Die Gründe für die „Pause“ wurden oben genannt. Wir möchten hiermit kundtun, dass wir die Idee unserer Initiative fortführen werden, nachdem wir andere, pragmatische Dinge für unsere Stadt weiterentwickelt haben. Konkret gesprochen, werden wir uns jetzt zunächst auf die Fertigstellung der Planungsunterlagen für das betreute Wohnen im Grenzlandhaus konzentrieren. Das ist eine komplexe Aufgabe, die wir im Gegensatz zu unseren zahlreichen Vorgängern erfolgreich verwirklichen werden. Bis dies erledigt ist, fehlt uns einfach die Zeit, neben der Arbeit, dem Hobby Grenzlandhaus für die Stadt, dem Ehrenamt als Stadtrat noch die Interessensgemeinschaft aktiv fortzuführen. Ab Sommer 2018 soll dafür wieder mehr Zeit sein, wobei die Plattform dann mit einem Medium des Grenzlandhauses zusammengeführt werden könnte.

 

Friederike Cieslak

 

 

2 Antworten

  1. robert fritsche sagt:

    wenn das Gezanke im Stadtrat ein Ende hätte und sich alle gewählten Vertreter der Seifhennersdorfer Bürger/innen eine ordentliche und konstruktive Arbeit leisten würden, dann bräuchte es eine derartige zeitraubende Debatte am Rande garnicht erst!
    ein Strat sollte endlich mal die Probleme, aber auch Wünsche seiner Einwohner akzeptieren und versuchen umzusetzen.
    die Seifhennersdorfer helfen sicher dabei, wenn vernünftig besprochen und nicht derart niveaulos gezankt wird!

  2. Thomas Oertner sagt:

    Robert, es zankt doch niemand mehr… Wir müssen nur erst mal fertigbauen. Thomas.

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