Ein neues Jahr hat begonnen. 2014.

Sie, liebe Leserin, lieber Leser, hatten hoffentlich ein paar schöne Feiertage und gute Begegnungen mit Menschen, die Ihnen lieb und wert sind! Für dieses neue Jahr wünsche ich Ihnen Gottes Segen und ein behütetes Unterwegssein auf den langen und kurzen Wegen, die Sie zurücklegen werden!

So ein Jahreswechsel regt zum Nachdenken an. Wir blicken zurück und freuen uns über schöne Erlebnisse dieses zurückliegenden Jahres. Wir erinnern uns an Höhepunkte in unserem persönlichen Umfeld, aber auch hier in unserem Ort Seifhennersdorf. Viele haben sich darum gemüht, in ihrem Bereich etwas zu tun für ein lebendiges Seifhennersdorf.

Wir denken dankbar daran, dass in 2013 das Hochwasser an unserem Ort weitgehend vorübergegangen ist, wohl wissend, dass es den Menschen in anderen Orten unseres Landes und unserer Region nicht so gut erging.

Wir denken zurück an Menschen, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Zum ersten Mal müssen wir ein neues Jahr ohne sie beginnen. Das erinnert uns schmerzhaft daran, dass unsere Zeit auf Erden begrenzt ist.

Wir freuen uns darüber, dass auch wieder Menschen geboren wurden. Längst nicht so viele, wie von uns gegangen sind. Aber wir freuen uns über jedes Kind, das hier das Licht der Welt erblickt. Sind die Kinder doch ein Grund auf ein lebendiges Seifhennersdorf zu hoffen.

Wenn jetzt schon laut über Abwrackprämien für ganze Orte nachgedacht wird (siehe SZ vom 30.12.2013), dann wird es höchste Zeit, dass wir deutlich machen: Wir lassen uns nicht abwracken! Im Gegenteil, wir wollen nach Wegen suchen, wie Menschen das Leben auf dem Land wieder als attraktiv entdecken. Es kann doch nicht sein, dass unser schönes Land die Wölfe übernehmen und wir Menschen lassen uns in die städtischen Ballungszentren einpferchen!

Um dem entgegenzuwirken braucht es Menschen, die hier leben wollen und die andere dazu einladen!

Es braucht Menschen, denen Naturnähe, ländliche Wohnkultur und eine gesunde Umgebung für ihre Kinder wichtiger sind als der Komfort, die Bequemlichkeit und die Freizeitangebote im städtischen Lebensraum. Auch die Frage nach Arbeit spielt eine wichtige Rolle. Aber da sieht es, so ist mein Eindruck, jetzt schon besser aus als noch vor Jahren.
Natürlich können wir hier nicht alles so weitermachen wie bisher. Dort wo absehbar weniger Menschen in Zukunft leben, muss neu überlegt werden, wie dieses Miteinanderleben in Zukunft aussehen könnte. Das gilt für den kommunalen Bereich und wird dort schmerzhafte Veränderungen erfordern. Aber das gilt auch für uns als Kirche. Deshalb sind wir als evangelische Kirchgemeinde in Seifhennersdorf zu dem Schluss gekommen, dass ein Miteinander mit den Christen in Leutersdorf und Spitzkunnersdorf für unsere gemeinsame Zukunft förderlich ist. Wir können nicht mehr alles aus eigener Kraft tun. Aber wir wollen weiterhin fröhlich unseren Glauben leben – hier in unserer wunderschönen Oberlausitz, seit diesem Jahr als eine gemeinsame Kirchgemeinde.

Vielleicht ist der Weg der Kirchgemeinden unserer Region ein Impuls auch für die kommunale Zukunft. Noch wichtiger als Strukturfragen bleibt das eine: dass Menschen sagen: Ich will hier leben!
Ich will in meiner Heimat etwas bewirken! Gemeinsam mit anderen möchte ich meine Heimat so einladend machen, dass sich noch fremde Menschen mit dem Gedanken anfreunden können, hier unter uns zu leben!
Gemeinsamkeit bedeutet immer auch Kompromiss und in dem einen oder anderen Bereich auch Verzicht. Wenn wir uns darauf nicht einlassen, verlieren wir vielleicht alles. Das kann niemand wollen. Freuen wir uns in 2014 auf einen gemeinsamen Einsatz für ein lebendiges Seifhennersdorf!
Als Kirchgemeinde werden wir unseren Beitrag dazu leisten!

Mit herzlichen Grüßen
André Rausendorf

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