Finissage der Interessengemeinschaft Lebendiges Seifhennersdorf Teil II

Am 28. März trafen sich ca. 30 Seifhennersdorfer , um den Abschluss des ersten Teils der Schaufensteraktion zu feiern. Bei einem Glas Sekt waren die Bürgerinnen und Bürger dabei, die mit Fotos und Plakaten öde und leere Schaufenster ausgestaltet hatten und so Farbe in die Stadt brachten. Mit von der Partie waren auch Franziska Schubert vom Bündnis Zukunft Oberlausitz und Gäste mit Verbindungen in unser Nachbarland.

Frau Friederike Cieslak dankte allen Mitwirkenden und die nächsten Aktionen der Interessengemeinschaft wurden lebhaft debattiert. Auch der Sachsenspiegel vom MDR war dabei. Aber während die Interessengemeinschaft für lebendig und nicht tot, für bunt und nicht grau plädiert, sendet das Fernsehen zuerst Ruinen und unterlegt das mit „Spiel mir das Lied vom Tod“ und schließt ab mit dem Kommentar eines ehemaligen Stadtrates, der von Fehlern der Interessengemeinschaft spricht und offensichtlich wieder auf leere Schaufenster setzt. In den Auslagen war nicht alles Werbung. Es gab Zeichnungen und von Kindergartenkindern liebevoll gestaltete Plakate. Verweise auf einheimische Firmen gab es auch. Die hätten für die Plakate einen Bauantrag stellen müssen, weil nach Sächsischer Bauordnung und einem Urteil von 1998 aus NRW Auslagen in Schaufenstern mit Verweis auf Firmen Werbung an einem betriebsfremden Ort ist. Solche Werbung ohne Baugenehmigung ist nicht gesetzeskonform. Und so wurde vielleicht von einem einzelnen Herrn das Ordnungsamt bemüht, damit die Plakate verschwinden oder Bauanträge gestellt werden.

Da für die Interessengemeinschaft aber „Oberlausitz geliebtes Heimatland“ als Begleitmusik gilt und sie weiter für Farbe im Ort ist, wurde die „anstößige“ Werbung von den Firmen und Vermieter geschwärzt. Damit sind die Plakate wieder Auslagen und fallen laut §10 (6) 3. nicht unter die Bauordnung des Freistaates Sachsen.

Was den Beitrag des MDR betrifft, so kann jede und jeder seinen Kommentar auf der Internetseite www.lebendiges-seifhennersdorf.de abgeben.

Einigkeit gibt es in der Interessengemeinschaft: Wir machen weiter mit vielfältigen Aktionen für unsere Stadt, für unsere Region und Mitwirkende sind uns willkommen.

Dr. Hartmut Jentsch

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