Fazit des Runden Tisches der Interessengemeinschaft „Lebendiges Seifhennersdorf“

Der Runde Tisch der Interessengemeinschaft „Lebendiges Seifhennersdorf“ hat
am 3. März 2015 mit den Beiträgen der Experten Frau Werner, Herrn Kothe,
Herrn Matthias, Frau Wiesner, Frau Dreginat und Frau Richter und den Fragen
und Meinungsäußerungen von vielen Teilnehmern der Veranstaltung eindeutig
belegt :
– das am 15.01.2015 mit der Machbarkeitsstudie vor der Stadtratssitzung
vorgelegte Projekt ist nicht finanzierbar ohne gravierende Einschnitte in
das kulturelle und soziale Leben der Bürgerinnen und Bürger der Stadt;
– die Studie berücksichtigt ungenügend Probleme des Baugrunds und
deckt nicht alle Kosten des Betreuten Wohnen auf;
– Alternativen zur Finanzierung und Alternativen zu anderen Standorten
wurden nicht berücksichtigt;
– Unterschiede zwischen altersgerechten und betreutem Wohnen wurden
nicht eindeutig definiert;
– Betreutes Wohnen für Seifhennersdorf ist notwendig, es muss anders
organisiert und finanziert werden.
Aus diesem Gründen wäre es zweckmäßig, wenn der Stadtrat mit Bildung
einer Arbeitsgruppe in Kürze einen Workshop unter Nutzung des Projektes
des Vereins Windmühle e.V. mit den Studenten organisieren würde, in dem
Pro und Kontra der vielen Vorschläge unter Einbeziehung der Experten
beraten werden und dann ein Beschluss erarbeitet wird, der zum Betreuten
Wohnen in Seifhennersdorf führt und die soziale und kulturelle Vielfalt
unserer Stadt erhält sowie bezahlbar ist.

2 Antworten

  1. Frank Neumann, ein Freund Seifhennersdorfs sagt:

    Liebes lebendiges Seifhennersdorf,
    auch ich war bei besagter Veranstaltung. Es war wohl allem klar, dass Seihdf. ein solches betreutes Wohnen braucht. Ein Ort von der Größe und in einer solchen demografischen Situation braucht unbedingt eine solche Einrichtung. Das allein sind wir unseren älteren Bürgern moralisch schuldig, so wie es schon in der Diskussion angesprochen wurde. Und es ist unklug, die Bürger wegzutreiben, die eine solche Einrichtung für ihre letzten Jahre brauchen. Leider war es noch nicht genug ausgearbeitet, aber es ist gut, wenn die Diskussion begonnen wird. Ist denn, so mein Gedanke heute abend, geprüft worden, wie es Leutersdorf, Neugersdorf, Ebersbach, gemacht haben? Was haben die Orte besser gemacht? Wie konnten sie Investoren gewinnen? Was waren „die Pfunde“, mit denen sie wuchern konnten?
    Weitermachen! Nicht nachlassen! Auch „das Unmögliche“ durchdenken, vielleicht ist es gar nicht unmöglich?
    Frank Neumann

  2. Dr. Hartmut Jentsch sagt:

    Weitermachen -aber wie ?
    Lieber Herr Neumann,
    nach meinem Kenntnisstand will die Interessengemeinschaft „Lebendiges Seifhennersdorf“ weitermachen und bekennt sich klar zur Lösung des Problems. Zu beachten gilt es aber 4 unumstößliche Fakten :
    1. Die teure Machbarkeitsstudie der Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH mit einem Kostenansatz von 4,5 Millionen EUR ist für die Stadt nicht umsetzbar und von den Kosten wurde sie auch noch schöngerechnet.
    2. Die Ablehnung der Rechtsaussichtsbehörde zur Kreditaufnahme ist keineswegs böswillig, sondern entspricht der Aufgabe der Stadträte und der Bürgermeisterin Schaden von der Stadt abzuwenden. Klare Aussagen dazu enthält der Artikel „Seifhennersdorf im Steuerglück ?“ in der SZ vom 27.03.2015 S.7 .
    Der Entwurf des Haushaltes 2015 zeigt eindeutig auf, dass bei gleichbleibender Entwicklung der Finanzhaushalt in 3 Jahren so ist, dass die Aufnahme eines Kassenkredits notwendig wird, um den Geschäftsbetrieb der Stadt aufrecht zu erhalten.
    3. Die Präsentation der Ergebnisse des Workshops von 17 Studenten am 28.03.2015 im Rathaus offenbarte 5 interessante Varianten für altersgerechtes Wohnen in Seifhennersdorf zu sicher geringeren Kosten als in der Machbarkeitsstudie.
    4. Zu klären ist, ob es um altersgerechtes Wohnen oder um betreutes Wohnen gehen soll und wofür dringend Bedarf besteht.
    Wie nun weiter?
    Die Stadträte und die Bürgermeisterin sind aufgefordert, konstruktiv die Vorschläge vom 3. März von Frau Wiesner von der Wohnungsbaugenossenschaft und aus dem Workshop der Studenten abzuwägen und die Umsetzbarkeit zu prüfen. Für letztere bedarf es unbedingt der Suchen nach einem Investor und einem Betreiber.
    Bleiben wir also dran, damit es weitergeht.
    Dr. Hartmut Jentsch

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